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Sicheres Produkthandling in der Pharmaindustrie und Medizintechnik

TRAPO AG entwickelt Lösungen für maximale Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Produktion im Reinraum

Gescher-Hochmoor, 28. Juli 2019 — Hersteller aus Deutschland gehören zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich der Medizintechnik. Im Jahr 2018 hat der Pharmamarkt laut Marktforschungen von IQVIA bundesweit Umsätze in Höhe von 43,9 Milliarden Euro erzielt. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen deutsche Hersteller dem zunehmenden Marktbedürfnis nach Individualisierung der Produkte gerecht werden. Mit maßgeschneiderten Greiferlösungen und 50-jähriger Erfahrung in der Edelstahl-Fertigung unterstützt die TRAPO AG, Partner für industrielle Automatisierung in der Pharmaindustrie, Kunden bei Anwendungen im hochsensiblen Umfeld. Ein selbstverständliches Sicherheitsplus: die Integration dokumentierter Chargenverfolgung.

Für individuelle, an Kundenprodukte angepasste Reinraumkonzepte hat die TRAPO AG eine Reihe spezieller Konstruktionen entwickelt, um den innerbetrieblichen Transport entlang der Produktionslinien gemäß den Anforderungen der Hersteller und des Gesetzgebers zu optimieren. Durch roboterbasierte Produktionsanlagen mit maßgeschneiderter Greifertechnologie können spezifische Lösungen im hochsensiblen Produktionsbereich der Pharmaindustrie und Medizintechnik geplant, produziert und programmiert werden: Die kollaborativen und sensiblen Robotersysteme fügen sich schnell und zuverlässig in Arbeitsabläufe ein und sorgen so für sicheres Greifen sowie behutsames Handling der Produkte. Des Weiteren ersetzen flexible und kostensparende Reinraumroboterlösungen aufwendige Spezialkonstruktionen und arbeiten Hand in Hand mit dem Menschen — zur Minimierung von Fehlern als Folge monotoner Aufgaben.

Sterile Produktionsbedingungen für Optimum an Sicherheit

Um zudem die gesetzlichen Anforderungen an Sauberkeit und Hygiene unter Reinraumbedingungen vollumfänglich zu erfüllen, müssen sich viele Lösungen selbst bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von minus 30 Grad bis hin zu extremer Hitze bewähren. Hinzu kommt die Erfordernis, eine Kontamination der Produkte im Prozess auszuschließen. Dies wird unter anderem durch die Kapselung von Antriebskomponenten und Bauteilen gewährleistet, die Partikel emittieren. Durch die Zugänglichkeit der zu reinigenden Bereiche lassen sich alle Oberflächen schnell, problemlos und sicher säubern sowie desinfizieren.
Sämtliche Gehäuse und Bedienpanels werden in der seit über 50 Jahren bestehenden hauseigenen Edelstahl-Fertigung hergestellt, glasperlengestrahlt oder bei Bedarf elektropoliert.

Praxisbeispiel: Sterilisation und Verpackung von Infusionsflaschen

Ein anschauliches Beispiel für ein medizintechnisches Produkt mit besonderen Anforderungen ist das Handling von Infusionsflaschen: Eine individuelle Greiferlösung ermöglicht dem Roboter die optimale Entnahme der auf dem Förderband ankommenden Flaschen. Diese werden in einen bereitgestellten Sterilisations-Tray eingesetzt. Ein zweiter Roboter nimmt die Trays auf und setzt diese in einen Rundlauf-Sterilisator. Der Roboter, der zuvor die Trays befüllt hat, entnimmt diese jetzt und stellt sie zur Entladung bereit. Der zweite Roboter greift die nun sterilen Infusionsflaschen und stellt diese zum Abtransport auf ein Förderband. In der Qualitätskontrolle erfolgt nach dem Vergleich von Label, Chargennummer und MHT durch ein übergeordnetes ERP-System das Etikettieren. Im nächsten Schritt prüft ein Scanner Vorhandensein und Lesbarkeit der Etiketten – bei einer Fehlermeldung wird die Flasche über einen Pusher ausgeschleust. Mithilfe einer Fächerkette werden die Sterillösungen aufgerichtet und als Verbund aus Flaschen, Beipackzettel und Kartonage verpackt. Auch dort erfolgt eine Qualitätskontrolle per Waage und Sensorik und dokumentiert das Verschließen der Kartons, die abschließend palettiert werden.

„Der gezielte Einsatz von Reinraum-Robotern mit individueller Greiferlösung ermöglicht den Transport aseptischer und steriler Produkte sowie das Bestücken des Sterilisators, das Befüllen von Behältnissen und deren sichere Verpackung bei gleichbleibend hoher und exakter Leistung“, erklärt Jörg Thomas, Leiter Vertrieb bei der TRAPO AG. „Dabei arbeiten wir im Reinraum je nach Anwendung mit Primär- und Sekundärverpackungen: von Kartons und Trays bis hin zu Schlauchbeuteln.“

Ihr Kontakt

Jenny Borgs
Assistenz Marketing / Vertrieb

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